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Bibliothekenverbund Dekanatsmedienstellen

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Die Idee

Von: B.Baran 16:16, 10 February 2007 (UTC)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, im Dekanat Neumarkt (OPf.) sind wir gerade dabei die Dekanatsbibliothek mit einem effektiveren Verwaltungssystem auszustatten. Auf der Suche nach geeigneter Software bin ich (Bernd Baran - Mail: schulbeauftragter@gmx.de) auf Folgendes gestoßen: Der Anbieter, der die Internetverwaltung der Bibliothek im LKA, dem RPZ Heilsbronn und an der Evangelischen Fachhochschule Nürnberg gestellt hat bietet folgendes an (siehe Link):

http://www.bond-online.de/loesungen/verbundopac.htm


Man könnte damit von jedem Computer, der einen Internetzugang hat den Katalog

aller Dekanatsbibliotheken einsehen und bei Bedarf ausleihen und verwalten.

Derzeitige Nutzung der Dekanatsmedienstelle(n)

Die MitarbeiterInnen, die die Bibliotheken nutzen, wohnen bzw. arbeiten oft weit von den Bibliotheken entfernt. Auf gut Glück fahren die Wenigsten in die Bibliothek. Eine Recherche vor dem Bibliotheksbesuch mit der Sicherheit, dass ausgewählte Titel auch vor Ort sind wäre sinnvoll um zu klären, ob sich eine Anfahrt lohnt. Bisher ist man an Papierkataloge oder Verwaltungssysteme, die teilweise nur in der Bibliothek einsehbar sind und die mehr oder weniger aktuell und übersichtlich sind gebunden. Wenn man wissen möchte, ob ein Titel ausleihbar bzw. für einen interessant ist, ist man an die Öffnungszeiten der Bibliothek gebunden, die teilweise wegen nur weniger Sekretärinnenstunden sehr begrenzt sind. Vielen potenziellen Nutzern ist es deshalb nicht möglich die Medien der Bibliothek effektiv zu recherchieren und auszuleihen.


Argumente für einen Bibliothekenverbund innerhalb der ELKB

Wenn wir in der Landeskirche alle Dekanatsbibliotheken an einen Bibliothekenverbund als Onlinesystem anbinden würden, hätten wir dadurch folgende Vorteile:

Benutzerfreundlichkeit: Man kann sich ortsunabhängig und schnell informieren, ob ein Titel in einer Bibliothek in der Nähe befindet und im Moment zum Verleih bereit steht. Gegebenenfalls könnte man sich auch einzelne Titel online vorbestellen oder die Ausleihfrist verlängern. In vielen Fällen ist es näher in die Bibliothek des Nachbardekanates. Oft kennt man den Bestand der Bibliotheken der Nachbardekanate nicht. So hätte man schnell und unkompliziert Einsicht. Die jeweiligen Öffnungszeiten und Telefonnummern hätte man sofort im Blick.

Kostenersparnis: Es braucht sich nicht mehr jedes Dekanat um eine individuelle Verwaltungssoftware kümmern. Durch den Synergieeffekt (es ist nur ein System für die ganze Landeskirche notwendig) werden Kosten für die Verwaltungssoftware in den Dekanaten gespart. Der Anbieter aus dem oben genannten Link hat auch den Zuschlag für die Verwaltungssoftware der Bibliothek des LKA, des RPZ-Heilsbronn und er Evangelische Fachhochschule bekommen. Vielleicht lässt sich auf Grund der Größe des Gesamtauftrages ein guter Preis aushandeln. Vor Ort sind nur geringe bzw. in den meisten Fällen keine Investitionen zu erwarten. Es wird ein Computer benötigt, der auch bereits älter sein kann, da die Software und die Daten auf einem externen Server liegt/en. Solche Gräte werden mittlerweile verschenkt. Bei Interesse kann die Bibliothek auch mit einem Scanner und dem dazugehörigen Barcode ausgestattet werden.

Stets auf dem neuesten Stand der Technik: Das System ist technisch auf dem neuesten Stand und wird vom Anbieter upgedatet. Updates können auf dem Server zentral erledigt werden. Es besteht dadurch die Möglichkeit stets ein modernes den jeweiligen Anforderungen entsprechendes System zur Verfügung zu haben, das vor Ort nicht upgedatet werden muss.

Einfache, dezentrale Verwaltung: Die Verwaltung und Aktualisierung der Bestände in den einzelnen Bibliotheken bleibt den Dekanaten vorbehalten. Die Verwaltungsarbeiten sind einfach und ohne vertiefte Computerkenntnisse möglich.

  • Wer sagt das? [fragt Armin Stephan]

Profilgewinnung der Kirche in der Öffentlichkeit: Der Bibliothekenverbund kann in eine Vielzahl von Homepages (Schulen, Schulämtern, politischen Gemeinden, Dekanaten, Kirchengemeinden, ...) eingebunden werden und auf diesem Weg viele weitere potenzielle Nutzer mobilisieren. Die Benutzeroberfläche kann individuell gestaltet werden, so dass eine auf den ersten Blick von der ELKB betriebene Seite erkennbar ist. Wenn unser Bibliothekenverbund in nicht kirchliche Homepages eingebunden wird, machen wir ein interessantes kirchliches Angebot und können dadurch ein zusätzliches Stück Profil in der Öffentlichkeit gewinnen.

Leichtere Organisation gemeinsamer Anschaffungen: Bei größeren Anschaffungen für die Bibliotheken kann durch einen Blick in den Onlinekatalog abgeglichen werden, ob benachbarte Bibliotheken ähnliche Positionen bereits besitzen. Eventuelle gemeinsame große Anschaffungen können somit schneller und effektiver organisiert werden.

Professionalisierung kleiner Bibliotheken: Auch kleinere Bibliotheken z.B. in Kirchengemeinden können in das System eingebunden werden und dadurch ein professionelles Verwaltungssystem erhalten.

ELKB weite Revision der Bibliotheken: Wir würden erkennen welche Vielzahl an Schätzen bzw. fragliche Materialien in unseren Schränken lagern. Durch die Eingabe in das System würden wir die Gelegenheit haben unseren gesamten Bestand zu überprüfen und das ein oder andere aus der Bibliothek zu entfernen, bzw. zu ergänzen. Arbeitsgruppen aus den Dekanaten z.B. die religionspädagogischen AGs Lehrer/Pfarrer oder andere Arbeitskreise könnten als fachlich kompetente Personen die Revision übernehmen.

  • Das stimmt nicht, wenn sich das Projekt auf Dekanatsbibliotheken beschränkt. [merkt Armin Stephan an]


Arbeitserleichterung: Alle Bibliotheken innerhalb des Verbundes können Ihre Katalogdaten untereinander austauschen. Das ersparrt viel Zeit und Arbeit in den einzelnen Bibliotheken. Denkbar ist auch die Integration großer Verbundkatalöge wie dem Bibliotheksverbund Bayern oder dem Südwestverbund aus denen via Fremddatenübernahme die Rohdaten der Katalogisate importiert werden können.

BOND hat mittlerweile auch einen eigenen Verbundkatalog ins Leben gerufen der Anfang dieses Jahres ans Netz gehen wird. Das sogenannte BCS (BOND Community System BCS). Hier können in Zukunft alle "BOND-Bibliotheken" gemeinsam katalogisieren. Das heißt sowohl eigene Daten einstellen, als auch fremde Daten beziehen. Dazu kommen Rohdatenbestände des Buchhändler Buch Steiner und voraussichtlich bald auch "Libri".


Einfacher Einstieg: Interessant für die vielen Bibliotheken wäre auch der relativ einfache Einstieg auf ein Bibliothekssystem. Aus Sicht einer Bibliothek wären nur eine Internetverbindung zu organisieren. Dann braucht man nur noch die Zugangsdaten zu beziehen und e voilà, man hat ein Bibliothekssystem.

  • So einfach geht das?? Faszinierend! Und wer Pflegt das System? Wer koordiniert beispielsweise die Anforderungen der Anwender und kommuniziert das mit der Firma BOND? Wer betreibt also den Verbund? [fragt Armin Stephan]
  • Und wer erfasst die zigtausend Bücher?? Fremddatennutzung ist etwas sehr Hilfreiches, aber kein Automatismus!


Multiplikatorenschulungen: Im Rahmen von Schulung und Fortbildung von BIBLIOTHECA.net bietet Bond Multiplikatorenschulungen an. Sprich einige wenige Personen bekommen die anfänglichen Schulungen, und tragen das gewonnene Wissen dann an die restliche Gemeinschaft weiter. Das sparrt Geld für teure Schulungen.

  • Es gibt ja schon BOND-Anwender in der ELKB, wie mehrfach erwähnt wird. Man sollte keine teuren Schulungen einkaufen, wenn es die Multiplikatoren schon gibt.
  • Zu erwähnen wäre auch noch das Comenius-Institut in Münster, das mit der Firma BOND vor einigen Jahren einen Rahmenvertrag abgeschlossen hat, und das sich seitdem um die Betreuung kirchlicher Bibliotheca-2000-Anwender kümmert. Dieser Rahmenvertrag ist durch den Verband kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken erweitert worden auf alle kirchlichen Bibliotheken. [möchte Armin Stephan ergänzen]

Die Bibliotheksgemeinschaft: Gleichzeitig fördert dies auch die Gemeinschaft unter den Bibliotheken. Man hat das selbe System und kann sich also auch über die selben Aspekte, Probleme und Lösungen in der täglichen Arbeit austauschen. Wie man modern so schön sagt, es bildet sich eine "Community".

  • Das Konzept übersieht meines Erachtens, dass es qualifizierte BibliothekarInnen in der Landeskirche gibt. [kritisiert Armin Stephan]

Weitere Hinweise von Herrn Wesemeier von der Firma Bond: Die Chancen eines solchen Bibliotheksverbundes schätze ich sehr groß ein. Der Gedanke der Gemeinschaft/des Verbundes birgt sehr viele Vorteile in sich. Am wichtigsten ist meiner Ansicht nach die Förderung des Austausches. Man kann sich sehr viel Arbeit sparen in dem man sie in einem größeren System verteilt. Außerdem wirkt dies dem Einzelkämpfertum entgegen das in vielen Bibliotheken existiert das aber gar nicht notwendig ist.

Es gibt bereits erfolgreiche Beispiele dafür. Zum Beispiel den Schulverbund im Saarland . Dort hat man im vergangen Jahr eine Landeslizenz für BIBLIOTHECA.net für alle saarländischen Schulen erworben. Jede Schule die ein Bibliothekssystem braucht und an dem Verbund Teil haben will meldet sich (einfach gesagt) einfach beim Land dazu an, bekommt dann ihre Zugangsdaten und hat ein Bibliothekssystem.

Ebenfalls ein sehr schönes Beispiel ist der MediaDG in Belgien. Ein Bibliotheksverbund der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien. Der Verbund ist mit BIBLIOTHECA2000 umgesetzt und hat guten Anklang bei den Nutzern gefunden die nun alle teilnehmenden Bibliotheken online durchsuchen können und auch die Medien der aller Bibliotheken nutzen können.

Es sind viele Formen von Bibliotheksverbünden möglich. Wichtig ist zu wissen was man erreichen möchte, welche Möglichkeiten man nutzen möchte.

Links zu Verbünden, die unserer Infrastruktur ähneln

Informations und Mediennetzwerk der Medienzentren und Schulen im Lahn-Dill-Kreis

MediaDG

Probleme, die mit einem Bibliothekenverbund entstehen können

Finanzierung

Wer ist für die Finanzierung zuständig? Kosten sind noch unklar. Solange nicht klar ist, wie der konkrete Bibliothekenverbund aussehen soll, kann auch kein Kostenvoanschlag erstellt werden.

Lösungsmöglichkeiten von Problemen, die mit dem Bibliothekenverbund in Zusammenhang stehen

Finanzierung

Lösung 1: Zentrale Finanzierung durch Abteilung D1.2 im LKA. Lösung 2: Jedes Dekanat beteiligt sich mit einen bestimmten Summe am gesamten Projekt. Fraglich ist in wie weit diese Summe für jedes Dekanat gleich ist, bzw. nach welchen Kriterien sie für jedes Dekanat angepasst werden sollte.

Vorgehensweise für eine Umsetzung des Bibliothekenverbundes

1. Austausch auf dem Treffen am 14.3. im RPZ in Heilsbronn


Adressen von Interessierten

Hier können alle Interessierten ihre E-Mailadresse hinterlegen. So können wir uns über diese Liste gegenseitig mit Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.

bernd.baran@ev-dekanat.de --B.Baran 18:09, 12 March 2007 (UTC)

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