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Der Mythos Hindenburg

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Männer machen Geschichte? Hindenburg und sein Mythos


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Wir haben uns intensiver mit der Person Paul von Hindenburgs auseinandergesetzt und haben dazu eine Webseite erstellt. Außer seiner Biographie finden Sie hier auch weitere Informationen zu seiner politischen und militärischen Laufbahn, seiner moralischen Prinzipien sowie eine Bildergalerie.
















2001
Biographie

Geboren am 2. Oktober 1847 in Posen ist Paul von Hindenburg der Sohn des preußischen Offiziers Robert von Hindenburg und dessen Frau Luise von Hindenburg, einer Arzttochter.

In den Jahren 1859- 1866 besucht Hindenburg das Gymnasium und wechselt anschließend in eine Kadettenanstalt in Wahlstadt und später in Berlin.

1866 nimmt er an der Schlacht von Königgrätz und 1870/71 im Deutsch- Französischem Krieg an der Schlacht von Sedan teil.

Von 1870 bis 1911 schlägt Hindenburg seine Militärlaufbahn ein (siehe dazu Militärische Laufbahn), nachdem er Kommandierender General in Magdeburg gewesen ist.

Am 21. August 1914, nach Beginn des Ersten Weltkrieges, übernimmt er die von Erich Ludendorff als Chef angeführte 8. Armee als Oberbefehlshaber. Zwischen August und November folgen mehrere Schlachten (s. auch Militärische Laufbahn).

Am 29. August 1916 übernimmt Hindenburg zusammen mit Ludendorff als Erstem Generalquartiermeister die OHL (Oberste Heeresleitung).

Die OHL fordert am 29. September 1918 den Waffenstillstand und eine parlamentarische Regierung.

Am 10. November stimmt Hindenburg für den Friedensvertrag und stellt sich der provisorischen Regierung des Rats der Volksbeauftragten zur Verfügung.

1919 geht er nach Hannover in den Ruhestand.

Die Rechtsparteien drängen den parteilosen Hindenburg am 26. April 1925 zur Kandidatur des Reichspräsidenten. Er wird mit einer relativen Mehrheit gewählt und leistet trotz seines Bekenntnisses zur Monarchie den Eid auf die Weimarer Verfassung.

Am 28. März 1930 ernennt er, ohne das Parlament mit ein zu beziehen, Brüning zum Reichskanzler. Brünings Politik war die Deflationspolitik, die Wirtschaftspolitik während der Weltwirtschaftskrise, die nach einer strikten Haushaltssanierung strebte. Das Ziel war es, durch die niedrigen Preise deutsche Produkte auf dem Weltmarkt attraktiv zu machen und den Export an zu kurbeln. Diese Sparpolitik findet keine parlamentarische Mehrheit und wird daher mit dem Notverordnungsrecht des Reichspräsidenten durchgesetzt. Mit diesem Mittel versucht Brüning, die Rolle des Parlaments zu reduzieren.

Hindenburg wird am 10. April 1932 erneut zum Reichskanzler gewählt. Er gewinnt haushoch gegen Adolf Hitler, der ebenfalls für dieses Amt kandidierte. Am 30. Mai entlässt Hindenburg Brüning und ernennt stattdessen Franz von Papen zum Reichskanzler, wobei er im November dessen befristete Diktatur als Ausweg aus der staatspolitischen Krise ablehnt.

Adolf Hitler wird am 30. Januar 1933 von Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.

Hindenburg stirbt am 2. August 1934 in Neudeck. Das Staatsoberhaupt übernimmt von nun an Adolf Hitler, der die Ämter des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers in seiner Person vereinigt und nun den Titel '„Führer und Reichskanzler“ trägt.




200
Politische und militärische Laufbahn Paul von Hindenburgs


Als Sohn eines militärisch engagierten Vaters, war es selbstverständlich, dass auch Paul von Hindenburg die Karriere als Soldat antritt. Nach seinem kurzen Besuch am Gymnasium, wurde ihm in einer Kadettenanstalt in Wahlstadt Härte, Disziplin und Haltung beigebracht. Im Jahr 1863 wechselte er im Alter von 16 Jahren in die Hauptkadettenanstalt nach Berlin, wo er der Königin-Witwe diente. Wie man ihn im militärisch-operativen Bereich aufklärte, fehlte es ihm dennoch an Urteilskraft und politischem Orientierungsvermögen.

1866 erlebte Hindenburg den Krieg in Böhmen und diente am 3. Juli im selben Jahr in der Schlacht bei Königgrätz als Zugführer. Während der Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/ 71 war er beigeordneter Offizier und erlebte die anschließende Belagerung von Paris mit. Auch die Proklamation des deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871 nahm er als Abgesandter seines Regiments wahr. Nach der Reichsgründung wurde Hindenburg militärisch immer engagierter. Er qualifizierte sich für den Generalstabsdienst und führte seine Tätigkeit im „Großen Generalstab“ 1877 aus. 1885 wurde Hindenburg nach Berlin und man bescheinigte ihm aufgrund seines Engagements, Chef eines Armee-Generalstabs werden zu können. 1888 wechselte er in das Kriegsministerium und wurde 1903 Kommandeur des vierten Armeekorps in Magdeburg.

1911 verabschiedete sich Hindenburg von der Armee mit dem Kommentar, ein Krieg würde „nicht in Aussicht“ stehen (Zitat Hindenburg „Aus meinem Leben“).

Als am 28.Juni 1914 das Attentat von Sarajevo stattfand, reiste der eigentlich nicht mehr im Dienst stehende Hindenburg im Alter von 67 Jahren nach Berlin, um sich als Kriegsfreiwilliger zu melden. Am 23.August 1914 begrüßte er den Generalmajor Erich Ludendorff, der sich in der Aufmarschabteilung des Großen Generalstabes als diszipliniert erwiesen hatte und zum Stabschef ernannt wurde. Weil die Oberste Heeresleitung (OHL) darauf vertraute, dass Ludendorff eine Wende im Kampf gegen die Russen erringen würde, schickten sie ihn mit Hindenburg nach Ostpreußen. Paul von Hindenburg übernahm hier das Kommando der 8. Armee. Darauf folgte die berühmte „Schlacht bei Tannenberg“.


Als sich die Russen bei der „Schlacht bei Tannenberg“ nach dem Suizid ihres Kommandeurs zurückzogen, wurde in der Presse über den „Sieg über die Russen“ berichtet und Hindenburg wurde zum Heros. Zu seiner Ehre wurde im Sommer 1915 in Berlin eine hölzerne Hindenburgfigur, die als Symbol des deutschen Siegeswillen galt. Im selben Jahr wurde Hindenburg zum Generalfeldmarschall ernannt.

Am 29. August 1916 wurden Hindenburg und Ludendorff vom Kaiser zu Nachfolgern des früheren Chefs der OHL General Erich von Falkenhayn ernannt. Diese dritte Oberste Heeresleitung war diktatorisch organisiert. Sie konnten neben den Befehlen des Königs auch Eingriffe in die Wirtschaft verrichten. Hindenburg, der keiner politischen Partei angehörte, schaffte es dennoch, das Reich zu einem Industriestaat zu machen und den Krieg weiterzuführen.

Als die Front von den Alliierten durchbrochen wurde, mussten sich Ludendorff und Hindenburg die Niederlage des Krieges eingestehen und forderten vom Reichskanzler Max von Baden, dass er den Alliierten den Waffenstillstand unterbreitet. Ludendorff wurde das Amt entzogen, weil er anderen die Schuld für die Niederlage zuwies. An seine Stelle trat Generalquartiermeister Wilhelm Groener ein, der sich zuvor im Krieg als fähiger Organisator erwiesen hatte und nun helfen musste, die Revolution vom November 1918 zu töten. Da der Bürgerkrieg für „König und Vaterland“ nicht in Sicht war, weil das Militär nicht mehr hinter dem Kaiser stand, verlangten Groener und Hindenburg die Abdankung des Kaisers und Deutschland wurde zur Republik ausgerufen. Hindenburg erhielt den Oberbefehl über das Heer und der erste Weltkrieg war beendet.

Durch den Versailler Vertrag wurde der Große Generalstab aufgelöst; somit verabschiedete sich auch Hindenburg als Oberbefehlshaber des Heeres am 2.Juli 1919.

Es schien, seine Karriere war mit seinem Abschied beendet, mit dem Tod des Reichspräsidenten Friedrich Eberts am 28. Februar 1925 jedoch, trat er unfreiwillig, von den Rechtsparteien gedrängt, am 26.April 1925 im Alter von 77 Jahren an seine Stelle, obgleich er an einem schlechten Gedächtnis litt und sich nicht gut präsentieren
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konnte.

Außer seinen repräsentativen Pflichten und dem Empfangen der oft wechselnden Kanzler hatte er nicht sonderlich viele Aufgaben. Auch in die Außenpolitik mischte er sich nicht viel ein.

Im März 1930 ernannte Hindenburg den Zentrumspolitiker Heinrich Brüning zum Reichskanzler, ohne das Parlament mit einzubeziehen. Allerdings konnte auch der nichts gegen die damalige Wirtschaftskrise tun. Also setzte Hindenburg am 1.Juni 1932 das „Kabinett der Barone“ unter Franz von Papen ein, der sich als nationalsozialistisch erwies. Da Hindenburg gegen eine befristete Diktatur war, entzog er Franz von Papen nach sechsmonatiger Amtszeit das Vertrauen, woraufhin von Papen von seinem Amt zurück trat. An seine Stelle trat der bisherige Reichswehrminister von Schleicher am 2. Dezember 1932. Im Januar 1933 ernannte der nun 85-jährige Hindenburg den nationalsozialistischen Adolf Hitler zum Reichskanzler und verhalf der NSDAP so zu einer Diktatur. Am 2.August 1934 starb Paul von Hindenburg aufgrund seiner Krankheiten.





Paul von Hindenburg
Hindenburgs Moral

Hindenburg war parteilos, deshalb hieß es für ihn sich vor Gott und seinem Vaterland zu beweisen. Fast alles, was er und seine Soldaten leisteten führte er auf Gott zurück, dankte ihm und bat ihn bei jeder seiner Reden um Hilfe und Schutz für seine Truppe.

„In Gottes Namen, machen wir es so. - Ich weiß es auch nicht besser“. (Zitat Hindenburgs: Auszug aus Bayern2Radio, 4.6.2001)

Er lobte die Soldaten - nicht sich selbst; er vermied jedes gehässige Wort über den Gegner - und hob sich damit ab von der sonstigen deutschen Kriegspropaganda. Hindenburg war gläubiger Protestant und es ging ihm darum, sein Vaterland zu schützen, wobei er immer auf Gott und die Obrigkeit vertraute.

„Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, die Verfassung und die Gesetze des Reiches wahren, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“. (Zitat Hindenburgs: Auszug aus Bayern2Radio, 4.6.2001)

Zu Hindenburgs moralischster Tat gehört wohl seine Aufstellung zur Reichspräsidentenwahl 1932. Als er sah, dass sich Hitler auf den Posten aufstellen lies, kandidierte er mit, um die rechtsradikale Herrschaft abzuwenden. Die Tatsache, dass er Hitler später jedoch zum Reichskanzler erwähnte, hinterließ einen bitteren Nachgeschmack, war jedoch unumgänglich.






Quellen

1. Michael Fröhlich , Das kaiserreich- Portrait einer Epoche in Biographien, 2001

2. Stephan Burgdorff, Der 1. Weltkrieg- Die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts, 2004

3. Volker Bergham, Der Erste Weltkrieg, 2003

4. http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/HindenburgPaul/index.html

5. http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_von_Hindenburg

6. http://www.tannenberg1914.de

7. http://images.google.de/images?svnum=10&hl=de&sa=X&oi=spell&resnum=0&ct=result&cd=1&q=paul+von+hindenburg&spell=1

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