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Beobachtungen zu den "Steinegger" Handschriften


Die verschiedenen Hsn enthalten "Steirische Jodler und Taenze", also jodler und taenze "aus dem Steirischen" eventuell auch in der art der dortigen musik. Die gleichartige verwendung fuer Jodler und Taenze belegt, dass eine besondere begriffliche verbindung von steirisch und Tanz (noch) nicht bestand. Die grosse zahl der durchnummerierten "jodler" belegt eine zweistimmige (eventuell plus bass) musizierpraxis bei der jodler mit den taenzen gleichrangige originaere instrumentalstuecke sind.

Die betrachtung der konkreten melodien erbringt walzerartiges ebenso wie jodlertypisches, schleunigenartige und "typische" steirer oder laendler. Aufffaellig sind die vielen melodien ohne mittelfuge und eine anzahl modulierender melodien. In der Hs.STMK fehlen diese voellig, obwohl es sich offenbar um melodien aus einer gemeinsamen "datenbasis" handelt. Die Hs.STMK ist offenbar inhaltlich voellig ident mit dem druck des Grafen Meran.

Die Hs.STMK, die keine Jodler enthaelt, besteht nur aus Taenzen die auch in der Hs.NB40220 enthalten sind und auch in der 1. Serie der Hs.BA. Die reihenfolge folgt Hs.NB40220 siehe JST 138-139 u. JST 155.
Alle drei beginnen mit den selben vier Tanzmelodien, in der selben reihenfolge. Saemtliche tanzmelodien erscheinen in den drei Handschriften in der gleichen reihenfolge, wobei Hs.STMK weniger stuecke enthaelt. Die nummern der melodien von Hs.NB40220 und Hs.BA stimmen ueber weite strecken ueberein: Taenze 1-100, wobei 91 in Hs.NB40220 bei mir fehlt, das geoert ueberprueft.
Da Hs.STMK weniger stuecke enthaelt stimmen die nummern nicht ueberein.

Hs.BA enthaelt ganze serien von melodien die in keiner anderen Hs vorkommen, Hs.NB40220 einige wenige die nicht in Hs.BA sind.

Hs.NB40279 hat viele melodien die auch in anderen Hs vorkommen, aber kaum uebereinstimmende Nummern zu melodien. Ebenso gibt es serien von melodien und eintzelne die nur diese Hs enthaelt.
Hs.NB40279 ist die einzige die stuecke in D enthaelt.

20 Melodien sind in allen vier Hs. enthalten.

Bei einigen Melodien gibt es abweichungen die ein blosses kopieren/abschreiben ausschliessen lassen, da es sich um explizit ausgeschriebene rythmisierungen, etwa mit 1/16 noten und pausen handelt oder um diminuierende achtel statt einzelner viertel. Zumindest musste der abschreiber die musik beim schreiben auch lesen koennen um derartige aenderungen zu machen. Die notenschrift der mir im original bekannten Hsn wirkt im grossen und ganzen recht routiniert. auffaellig sind haeufig gleichbleibend tief haengende notenkoepfe die manchmal eine eindeutige interpretation schwierig machen. Ebenso auffaellig ist das gaenzliche fehlen der schluss-striche oder gar wiederholungs-zeichen.
Lediglich die mir nur in abschrift bekannte HsSTMK hat hauefig ausgeschriebene transpositionen einteiliger melodien in die quint. Es gibt in den mir im original bekannten Hs auch so gut wie keine "In D" transpositions anweisungen. Die transponierten teile der abschrift Hs.STMK sind teilweise sehr hoch (a), manchmal wird in die quint nach unten transponiert, was fuer geigen sehr ungewoehnlich ist und fuer schwegel zu tief.
Die Wiener Hsn und die Hs.BA werden als pfeifermusik interpretiert, so ist in dem einen Wiener heft ein seitlpfeifer dargestellt. Ebenso taucht dim zusammenhang dieser Hsn der name Steinegger auf, beziehungsweise steht er in der Hs. Josef Steinegger war ein bekannter pfeifer, ueber ihn gibt es eine kleine publikation.

Das notenmaterial von Hs.STMK ist mit der druckausgabe nach oberflaechlicher pruefung ident: selbe melodien und stimmen in der selben reihenfolge und in der selben ordnung in je 5 gruppen mit roemischen zuffern zu je 10 melodien.

es ist ziemlich offensichtlch, dass die handschriften in einer beziehung zu einander stehen.
Die HsBA und die beiden der NB sind allerdings reativ spaet datiert (1860, 1864, 1866). HsSTMK soll frueher entstanden sein. Dann stellt sich natuerlich die frage, wie dann die abhaengigkeiten der Hsn untereinander am besten erklaert werden koennten.

Spekulationen:
Die HsSTMK, die in zusammenhang mit Erzhrzog Johann gebracht wird ist ident mit dem druck des Grafen Meran, es koennte es sein, dass sie die vorarbeit fuer die druckausgabe ist. Dazu passen wuerde auch die ausgeschriebene bass-stimme, wie sie auch die druckausgabe hat.

Hs.STMK koennte eine auswahl von Hs.NB40220 sein, der reihe nach abgeschrieben, es kann aber auch Hs.STMK oder Der Meran'sche druck fuer Hs.NB40220 um weitere melodien erweitert abgeschrieben worden sein wobei dann zu klaeren waere

Der Meran'sche druck dürfte erst um 1860-70 entstanden sein, der Graf Meran wurde 1839 geboren. Auf dem Titelblatt des druckes wird auf Josef Steinegger als Quelle verwiesen. Hs.NB40220 enthält den namen "Josef Steinegger" und die Jahreszahl "1866"(PRÜFEN). Steinegger wurde 1819 in Aussee geboren. Unter anderem gibt es die beschreibung einer Wienreise Steineggers 1853 (in einem reisetagebuch Albin Schramels aus Bad Aussee, verfasst vermutlich von Josef Dessauer). Steinegger war zu der Zeit offenbar fast

eine fruehere entstehung von Hs.STMK, dann lange vor der publikation, setzt voraus, dass der druck im abstand einiger jahrzehnte unveraendert nach dieser vorlage gemacht wurde, und dass die zuschreibung an "Josef Steinegger" faelschlich ist. Hs.NB40220 waere dann eine erweiterte abschrift des druckes (oder von dessen vorlage) und Hs.BA wiederum eine Abschrift von Hs.NB40220.

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